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November Recap

  • antoniaknapp
  • 15. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Dez. 2025

Der November startete genau so, wie man sich den Beginn eines neuen Monats wünscht: entspannt, bunt und irgendwie ein bisschen magisch. Während in vielen Teilen der Welt der Día de los Muertos gefeiert wurde, haben wir uns, ganz ohne eigene Tradition, immerhin kollektiv dafür entschieden, Coco zu schauen. Familienkinoabend: check.


Insgesamt war der Monat ein Sammelsurium aus vielen kleinen, aber ziemlich glänzenden Momenten. Wir waren Billard spielen – und ich habe es tatsächlich geschafft, mich von „wtf, was ist ein Queue?“ auf „naja, schlecht, aber immerhin etwas“ hochzuarbeiten.

Außerdem haben wir mit unserer Mädelsrunde beschlossen zu wichteln und dafür haben wir ein eigenes Jenga-Spiel mit Aufgaben und Fragen gebastelt. Die kommenden Mädelsabende werden laut, peinlich und herrlich chaotisch.

Dann gab’s Pasta. Und zwar in einem Laden, in den ich garantiert noch zehnmal zurückkehren werde. Für sieben Euro kann man dort seine komplette Pasta selbst zusammenstellen – Form, Sauce, Extras. Mein persönliches Paradies, in einem Land, in dem ich meinen Nudel Konsum derart herunterfahren musste und mein sto.

Sport spielte auch eine Rolle… naja, eher so „unerwartete Blitzturniere“, wenn jemand plötzlich ruft: „Plank-Wettbewerb – jetzt!“ So sind wir dann irgendwann in einer Formation gelandet, die eigentlich die Kerze darstellen sollte, aber am Ende eher ein menschlicher Adventskranz war. Was soll ich sagen: Teamwork macht kreativ.


Dazu kamen eine Reihe grandioser Sonnenuntergänge auf dem Dach, eine dritte Klasse, die inzwischen mit mir zählen kann, und die ewige Freude, jemandem die zwei längsten deutschen Wörter vorzulesen. Inzwischen kennen meine Freundesgruppe sogar die Tücken von ei und ch.

Die härtesten Wörter des Monats waren übrigens ganz klar: Eichhörnchen, Streichholzschächtelchen, Quietscheentchen und Kühlschranktürgriff. Deutsch bleibt… speziell.


Mitte des Monats habe ich meine konstante Rolle in der dritten Klasse abgegeben – und die Kinder haben mir eine kleine Abschiedsfeier organisiert. Es gab meine typischen Snacks, jede Menge Karten und Dinge, die sie für mich gebastelt haben. Mein Handgepäck wird am Ende des Jahres aussehen wie eine Schatzkiste: Armbänder, Fingerhäkelringe, Murmeln, Karten – alles dabei.

Natürlich gab es auch außerhalb der Schule viel zu entdecken: den Mercado San Camilo, kleine Mitbringsel, die berühmten Ferias und Glitzershirts, die sogar meine dunkelsten Glitzerfantasien glänzen lassen.

Und dann war da noch meine Gastmutter, die in der Abendschule Biologie studiert und mir mit größter Begeisterung Mendelsche Regeln erklärt hat. Ich schwöre, ich habe selten jemanden so stolz „dominant“ sagen hören.

Die Abende wurden Richtung Monatsende immer länger. Eine Schwester musste sich als Recht auf Meinungsfreiheit verkleiden – also haben wir ein Kostüm gebastelt (so wie man das eben macht). Eine andere Schwester hatte Geburtstag, und wir haben nachts noch dekoriert, damit am nächsten Tag alles funkelt.

Der Tag der Feier selbst war logistischer Kunstunterricht:

Erst ein Adventsgärtchen in der Schule, das ich den ganzen Tag fotografiert habe. Danach sofort weiter zu einem neuen Schulstandort, um den Adventsbasar vorzubereiten. Direkt danach zum ersten Konzert des Abends (viel süß, wenig angenehm für die Ohren). Hauptziel: die Schwestern im großen Orchester hören.

Dann weiter zum zweiten Konzert in einem kleinen Jazzlokal – ruhiger, gemütlicher, kurz durchschnaufen.

Und schließlich, als wäre der Tag noch nicht genug gewesen, zurück nach Hause, wo die Geburtstagsparty bereits in vollem Gange war. Neue Leute, lauter Musik, viele Gespräche und stundenlanges Tanzen. Wir sind irgendwann im Morgengrauen ins Bett gefallen und am nächsten Tag nur aufgestanden, um wieder in ein Konzert der Schwestern zu gehen. Danach: schlafen. Viel schlafen.


Denn am nächsten Tag stand der Adventsbasar an – meine Aufgabe: die Tombola. Die lief so gut, dass ich schneller leer war als gedacht und danach überall ein bisschen mitgeholfen habe.

Am späten Nachmittag war es dann soweit: Wochenlang hatten Lehrer und Freiwillige geprobt, geplant, geschwitzt – und wir haben einen traditionell peruanischen Tanz aufgeführt. In Tracht. Mit Chaos. Und mit unfassbar guter Stimmung.

Den Monat haben wir als Mädelsgruppe im Zentrum ausklingen lassen – gute Gespräche, gute Musik und das Gefühl:

November, du warst wild, lang, schön und voll mit Dingen, an die ich mich noch sehr lange erinnern werde.

 
 
 

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